Landesderby im DHB-Pokal, die SG gegen den zuletzt überlegenen THW. Da wir die Campushalle nun ja nicht das erste Mal besuchen, verzichten wir auf eine ausführliche Beschreibung der Halle.

Etwa 45 Minuten vor Anpfiff an der Halle gewesen, es gab zum ersten Mal seit Jahren zu einem Derby noch Tageskarten. Auf Grund der verfehlten Transfer- und Vereinspolitik der jüngsten Vergangenheit sind die Erfolgsfans dieses Jahr verschwunden und wir kamen problemlos rein. Am Infostand der Ultras mit Stickern und Flyern versorgt und einen Platz auf der Steh gesucht.

Das Spiel wurde zu Beginn von starken Abwehrreihen dominiert und nach Zwischenständen von 3:6 bzw. 4:8 aus SG-Sicht rechnete ich nicht mit einem wirklich
spannenden Schlagabtausch, der es aber noch werden sollte. Flensburg fightete sich wieder ran und nach kurzer Führung stand es zur Pause 12:12.

Der Gastgeber kam auch besser aus den Kabinen und so führten sie nach knapp 40 Minuten mit 17:15. Jedoch kam dann eine Schwächephase Flensburgs und der Favorit aus Kiel drehte das Spiel in ein 17:21. Schon wieder schien die SG am Boden, abermals kämpfte sie sich an 2 Tore heran. Am Ende vergeblich, Flensburg wurde müde, Kiel gewann nach langem Kampf 31:26. Überragend Knudsen(7 Tore) bei der SG sowie Jicha(10) und Omeyer(17 Paraden) auf Kieler Seite.

Die Stimmung in der Halle war wirklich klasse, die Hölle Nord machte ihrem Namen dieses Mal wirklich alle Ehre, doch auch von Kieler Seite kam ungewohnt viel
Stimmung. Etwa 600-800 Schwarz-Weiße fanden sich unter den 6500 Zuschauern in der Campushalle ein. Kennt man aus der Ostseehalle nur ein Rentnerpublikum mit
Klatschpappen und „Hey Markus, Hey“, kann man dieses Mal glatt von organisiertem Support sprechen. So stellt man sich ein Derby vor. Einzig der Torwart der Kieler, Thierry Omeyer, immerhin Weltmeister, Olympiasieger und aktueller Welthandballer ließ sich zu provozierenden Gesten Richtung SG-Anhang hinreißen und kassierte dafür auch prompt Wurfgeschosse.

Insgesamt sind wir mit diesem Spiel wirklich sehr zufrieden (bis auf die notorisch schlechte, bratwurstgeschwängerte Luft)!

Eintritt 6,50€, 6500 Zuschauer